Gönnt euch Pausen, noch bevor der Stress zu viel wird

Wer von uns fühlt sich nicht ab und an gestresst? Oftmals sind es die kleinen Herausforderungen des Alltags, die uns kurz mal in Panik versetzen. Im besten Fall ist danach alles wieder gut und wir können im Nachhinein über die Situation schmunzeln.

Doch was ist, wenn der Stress irgendwann einfach zu viel wird? Mir ging es in der letzten Zeit oft so – Uni, Arbeit, Sport, Blog, Alltag – das ist ein straffes Programm und irgendwann war es für mich kaum noch zu schaffen. Es gab und gibt Zeiten, da fühle ich mich einfach dauerhaft müde und total ausgelaugt. Wieso warten wir aber immer ab, bis der Stress zuviel wird, bevor wir handeln? Macht es nicht viel mehr Sinn, von vorne herein kleine Pausen in unseren Alltag zu integrieren? Ja, macht es. Um diese kleinen und manchmal auch größeren Ruhemomente durchzusetzen, braucht es gar nicht viel. Wichtig ist, dass die Veränderung im Kopf beginnt. Macht euch klar, dass es auf Dauer nichts bringt, immer 110 Prozent zu geben. Das kann kein Mensch durchhalten, und das ist völlig okay. Wir brauchen alle Momente, in denen wir runterkommen können, um dann wieder mit Energie die nächsten Aufgaben angehen zu können.

Kleine Auszeiten zwischendurch

Wenn ich den ganzen Tag an der Uni von Seminar zu Seminar gehetzt bin und abends noch etwas zu erledigen habe, stresst mich das. Oft habe ich mir dann gesagt: Wenn du nach Hause kommst, setzt du dich am besten direkt an den Schreibtisch und erledigst das. Dann bist du umso schneller fertig und hast deine Ruhe. Aber was wir dabei leicht vergessen, sind Pausen. Setze ich mich direkt an den Schreibtisch, bin ich oft unausgeglichen. Mir schwirren noch Gedanken vom Uni-Alltag im Kopf herum, viele neue Informationen, die verarbeitet werden wollen, dann der Stress, schnell fertig werden zu wollen… Ihr merkt: sich in dem Zustand an die Arbeit zu machen, ist wenig effektiv. Dann sitze ich lange vor meinem Laptop, bin unproduktiv und anstatt schnell fertig zu werden, brauche ich ewig.

Inzwischen habe ich das zum Glück erkannt. Wenn ich nun nach Hause komme, mache ich erstmal Pause. Wenn ich Hunger habe, gibt’s was zu essen. Manchmal lege ich mich auch einfach eine halbe Stunde hin oder gucke fern. Alles, was gefällt und zur Entspannung beiträgt ist erlaubt. Ja, dann fange ich vielleicht erst in einer Stunde an mit meinen Aufgaben für den nächsten Tag. Dafür ist mein Gehirn dann aber auch wieder aufnahmefähig und arbeitet gut mit, so dass ich zügig voran komme und ohne gestresst zu sein alles konzentriert erledigen kann.

Ablenkung tut gut: Verbringt Zeit mit euren Liebsten

Eigentlich gibt es doch nichts Schöneres, als Zeit mit Freunden und Familie zu verbringen. Deshalb nutzt eure freie Zeit gezielt, um die Menschen zu sehen, die euch am Herzen liegen. Ihr werdet sehen: Ein bisschen Zeit mit ihnen gibt euch unheimlich viel Kraft für die nächsten Aufgaben. Manchmal reicht eine Stunde im Café mit der besten Freundin, um euch auf andere Gedanken zu bringen und vom Alltag abzulenken.

Abwägen, was wann erledigt werden muss und die To-Do-Liste im Kopf ausschalten

Vor dem Wochenende sieht es in meinem Kopf oft so aus: Montag steht ein wichtiges Referat an, für Dienstag muss ich ein ganzes Buch lesen und Mittwoch stehen gleich zwei Deadlines für Seminare an. Das klingt nach viel Arbeit. Und das ist es auch. Es ist Freitag und die anstehende Arbeit erschlägt mich. Also sage ich meinem Freund, dass ich ihn leider frühestens am Sonntag sehen kann, denn ich muss ja vorher mit allem fertig werden, um dann den Kopf frei zu haben. Das funktioniert, dachte ich. Doch irgendwann habe ich festgestellt: Eigentlich funktioniert das nicht. Alles auf einmal erledigen zu wollen ist stressig. Und meistens halte ich mich mehr damit auf, darüber nachzudenken, was noch alles ansteht als mich auf die Sache, an der ich gerade arbeite, zu konzentrieren.

Daher mein Tip: Teilt euch eure Zeit ein und versucht nicht, erst alles zu erledigen, bevor ihr euch etwas Schönes gönnt. In meinem Beispiel ist das Referat am wichtigsten. Dafür brauche ich etwa einen Tag. Also nehme ich mir am Freitag dafür Zeit. Dass ich die beiden Deadlines am Mittwoch auch einhalten kann, wenn ich Montag und Dienstag Abend jeweils dafür arbeite, weiß ich (mit der Zeit bekommt man ja in der Regel ein Gefühl dafür, wie lange man für was braucht). Also brauchen mich die Deadlines das ganze Wochenende nicht zu kümmern. Und das Buch teile ich mir auf, jeden Abend ein bisschen, dann habe ich das bis Dienstag auch gelesen.

So stehen Samstag und Sonntag für schöne Dinge zur Verfügung. Weil ich weiß, dass ich für die Pflichtaufgaben genügend Zeit eingeplant habe, kann ich nun ausgiebig die Zeit genießen, ohne mich ständig davon stressen zu lassen, dass alles zu viel ist und ich nicht weiß, wann ich alles tun muss. Denn diese negativen Gedanken halten unheimlich auf und lenken vom Wesentlichen ab.

 

Ich hoffe, dass ihr den Beitrag ganz in Ruhe und ohne Stress genießen konntet. Wenn nicht, wird es jetzt Zeit für eine baldige Pause. Nehmt sie euch – ihr habt sie verdient! Jederzeit.

 

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