ISTAF Berlin 2017 – Jubel, Sportsgeist, Motivation

Beim gestrigen ISTAF (Internationales Stadionfest) im Berliner Olympiastadion haben zahlreiche Weltklasse-Athleten der Leichtathletik ihr Können unter Beweis gestellt. Ich durfte vom Zuschauerrang aus mitfiebern und habe das Stadion am Abend mit einer großen Portion neuer sportlicher Motivation und viel Begeisterung und Anerkennung für das, was diese Sportler leisten, verlassen.

Was mich persönlich am Sport oft begeistert, sind die kleinen Momente, die fast unbemerkt am Rande vorbeiziehen. Da klopft Stabhochspringer Renaud Lavillenie seinem Konkurrenten vor dessen letztem Sprung freundschaftlich auf die Schulter. Da sorgt eine Staffelläuferin dafür, dass die Rückennummer ihrer Konkurrentin auf der Bahn nebenan vor dem Start auch wirklich fest klebt und da laufen die drei ersten Damen des 100m-Sprints, Tianna Bartoletta aus den USA und Lisa Mayer und Gina Lückenkemper aus Deutschland gemeinsam eine Ehrenrunde. Was für ein Sportsgeist unter eigentlichen Konkurrenten! Das sieht bestimmt nicht immer so aus – aber jede noch so kleine Geste zeigt, dass Sport verbindet.

Der Lauf über 3000m Hindernis der Frauen war eindeutig mein persönliches Highlight. Gesa Krause und ihre Reaktion auf ihren für sie sehr enttäuschenden Ausgang beim WM-Finale vor zwei Wochen, in dem sie unverschuldet stürzte und nicht die Leistung zeigen konnte, die sie gerne gezeigt hätte, haben mich sehr beeindruckt. Trotz Enttäuschung verlor sie kein schlechtes Wort über die Konkurrentin, die sie zu Fall brachte und mit Tränen im Gesicht schaute sie weiter geradeaus. So eine starke Persönlichkeit! Beim gestrigen Rennen wollte ich also mit Gesa Krause ganz besonders mitfiebern – und nicht nur ich, sondern das gesamte Olympiastadion klatschte und jubelte Gesa Krause auf einen hervorragenden zweiten Platz inklusive deutschem Rekord. Herzlichen Glückwunsch! (Wer gerne Blogs liest: den von Gesa Krause findet ihr hier.)

Auch die anderen Läufe waren für mich natürlich besonders spannend. Am liebsten mag ich die etwas längeren Distanzen über 1500 oder 5000m. Konstanze Klosterhalfen rauschte in gewohnter Manier allen davon und ist nach ihrer Niederlage bei der WM wieder voll dabei. Ich bin auch immer wieder fasziniert, wie scheinbar leichtfüßig und ohne Anstrengung die Sportler diese unglaublich schnellen Paces auf die Bahn bringen. Ich könnte vermutlich keine zwanzig Meter dieses Tempo halten. Total beeindruckend und gleichzeitig auch unheimlich motivierend, solche Höchstleistungen live mitzuerleben.

Natürlich hatte das ISTAF noch einige Wettbewerbe mehr zu bieten – von Stabhochsprung über Hürden, Speere und Sprints war alles dabei, was das Leichtathletik-Herz begehrt. Alles kann ich in einem Blog-Beitrag gar nicht in Worte fassen, aber wenn ihr auch sportbegeistert seid und einmal die Gelegenheit bekommt, euch ein so großes internationales Leichtathletik-Meeting live anzusehen – ergreift sie! Man mag vielleicht den ein oder anderen Wettkampf durch die Weite des Stadions nur aus der Ferne beobachten können, aber die Stimmung auf den Rängen ist unbeschreiblich. Gänsehaut garantiert! Da freue ich mich richtig auf die Europameisterschaft nächstes Jahr in Berlin, für die die Tickets natürlich schon bereit liegen!

Bis bald, ihr Lieben!

Eure Paula

 

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.