#raceday Berlin Halbmarathon 2018

Wochen und Monate habe ich mich auf letzten Sonntag vorbereitet. Ich habe geschwitzt, geschimpft und einen Kilometer nach dem nächsten gesammelt. Alles, um über die Ziellinie des Berlin Halbmarathon zu laufen. Und wisst ihr was? Es hat sich absolut gelohnt (ich bin übrigens schon für nächstes Jahr angemeldet :o)!

Zu meiner Vorbereitung habe ich euch ja schon einen Blog-Post geschrieben (hier könnt ihr nochmal nachlesen) – heute möchte ich gemeinsam mit euch den unvergesslichen #raceday nochmal Revue passieren lassen!

Die Abholung der Startunterlagen auf der Messe war super unkompliziert. Wir waren am Freitag Vormittag schon dort und hatten weder beim Einlass noch bei der Abholung Wartezeiten. Wieso wir trotzdem gut zwei Stunden gebraucht haben? Nun ja, da waren ja auch noch ein paar Aussteller und ein kleines Shoppingparadies für LäuferInnen in den Hallen des Flughafen Tempelhof aufgebaut, das konnten wir uns natürlich nicht entgehen lassen ;).

Am Samstag Abend konnte ich meiner Nervosität mit einer leckeren Pizza und dem Team von lauftraining.com entgegenwirken. Die super sympathischen LäuferInnen und Ronny haben mir nochmal viele Tips und liebe Worte für meinen ersten “richtigen” Halbmarathon (bei meinem allerersten war ich ja leider krank) mit auf den Weg gegeben.

Sonntag hieß es dann: raceday! Ich war erstaunlich gelassen, hatte die Nacht gut geschlafen und hab mich einfach nur unheimlich auf den Tag und den Lauf gefreut. Ronnys Team hatte mir den Tip gegeben, einfach vor allem die Stimmung aufzusaugen und zu genießen und genau das habe ich getan. Mit der U-Bahn ging’s zum Start-/Zielbereich in der Nähe des Alexanderplatzes, wo sich schon haufenweise LäuferInnen und SkaterInnen tummelten. Schnell ging’s zur Taschenabgabe, die top organisiert war, so dass wir auch hier nicht warten mussten.

Danach habe ich mich erstmal in Ruhe in eine der Seitenstraßen verzogen und mich ganz ohne Stress aufgewärmt. Ich finde es ganz angenehm, vor Läufen meine gewohnte Warm-Up-Routine abzuspulen. Das ist das altbekannte Programm, das einfach nochmal Sicherheit gibt. Eigentlich wollte ich mir dann den Start der Elite anschauen (vom letzten Startblock aus war mit meinem Start frühestens eine halbe Stunde nach dem Startschuss zu rechnen), aber an der Strecke war es so voll, dass einfach kein Durchkommen war. Also bin ich noch ein bisschen weiter durch die Nebenstraßen gehüpft, habe mir in einem kurzen Telefonat mit Ronny (lauftraining.com) letzte Tips und beruhigende Worte abgeholt und habe mich dann ganz entspannt in die riesige Menge an LäuferInnen gestellt. Ich mag es immer ganz besonders, den Menschen um mich herum dann zuzuhören. Denn aufgeregt sind sie alle, und mindestens genauso motiviert. Das tut gut!

Der Plan für die erste Hälfte des Laufs war eine 6:25er Pace, die ich dann in der zweiten Hälfte nochmal ganz leicht steigern wollte. Die ersten Kilometer liefen auch ganz gut, wobei ich ein kleines bisschen langsamer war. Ich hatte einfach Respekt vor der Strecke, wollte nicht gleich zu Anfang zu viel geben. Außerdem war die Strecke dann doch recht voll und ich wollte keinen Zickzack-Lauf durch die Massen veranstalten. Deshalb bin ich einfach ruhig mein Tempo gelaufen und habe den Weg durch die Stadt genossen.

Weil es vergangenen Sonntag ziemlich warm war, habe ich an jeder der Versorgungsstationen zu einem Becher Wasser gegriffen, den ich dann bei zügigem Gehen (hat mir Ronny empfohlen, da man sonst schneller mal Seitenstechen bekommt) getrunken habe und mit neuer Kraft (ob das jetzt das Wasser war oder der Placebo-Effekt – wer weiß :D) bin ich dann auch gleich wieder weitergerannt.

Die Stimmung war übrigens fast die gesamte Strecke über richtig gut! Es gab keinen Streckenabschnitt, an dem nicht irgendwo Leute gestanden hätten. Das war mal ein Lauf, bei dem die zahlreichen angekündigten Bands an der Strecke auch tatsächlich da waren und für viel gute Laune gesorgt haben. Es waren sicherlich auch ein Stück weit die Stimmung und die vielen tollen Leute an der Strecke, die mich ins Ziel getragen haben. So viele von den Helfern, die den ganzen Tag in der Sonne an der Strecke gestanden haben, haben auch ganz fleißig und unermüdlich die LäuferInnen angefeuert. Danke dafür, unbekannterweise!

Auf dem letzten Drittel haben mich dann leider ein wenig die Kräfte verlassen. Ich habe schon gemerkt, dass ich im Training nur wenige Male 16 oder 17 Kilometer gelaufen bin. Gerne hätte ich mehr gemacht, aber das ging ja aufgrund der so lange dauernden Erkältung nicht wirklich. Zum Schluss habe ich dann auch gemerkt, dass ich nochmal Wasser gebraucht hätte. Sicherheitshalber habe ich ein wenig Tempo rausgenommen. Ich wollte auf jeden Fall über die Ziellinie laufen und nicht vorher aufgeben müssen, weil ich zu viel wollte. Da war mir ankommen wichtiger als Gas geben und auf Risiko gehen (das hebe ich mir für ein anderes Mal auf :p).

Die letzten Meter konnte ich dann nochmal richtig genießen. Die Strecke war gesäumt von applaudierenden Zuschauern, die Musik im Zielbereich kam immer näher. Der Zieleinlauf hat sich so unglaublich gut angefühlt! Es ist so schön, etwas geschafft zu haben, worauf man lange hin trainiert hat und ich bereue das Training und die Vorbereitung keine Sekunde. Es hat sich sowas von gelohnt!

Meine Zielzeit waren am Ende 02:18:51. Nicht ganz meine angepeilte Zeit von 02:15:00, aber das ist okay. War ja nicht mein letzter Halbmarathon. A propos – meine Anmeldung für’s nächste Jahr ist schon raus :D. Der nächste Halbmarathon erwartet mich im Herbst, bis dahin gibt es noch ein paar kleinere 5 und 10 Kilometer Läufe.

Ein ganz großes DANKE geht an Ronny von lauftraining.com, der mich wirklich super auf diese Herausforderung vorbereitet hat. Ich freue mich sehr, dass wir nun auch auf die kommenden Läufe gemeinsam hinarbeiten.

Und vielen Dank auch an eure super lieben Kommentare und Nachrichten vor und nach dem Halbmarathon – das freut mich immer total!

Glückwunsch außerdem an alle anderen Finisher – das habt ihr großartig gemacht!

Eure Paula

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