The Great 10k Berlin | Geschafft! 10 Kilometer in unter 60 Minuten

Hallo ihr Lieben,

so ein schönes Gefühl – vor gut einer Woche habe ich auch mein letztes läuferisches Ziel für dieses Jahr erreicht! Neben meinem ersten Halbmarathon und einer neuen Bestzeit über 5 Kilometer, habe ich nun auch die magische Grenze von 60 Minuten über 10 Kilometer unterschritten! Beim The Great 10k in Berlin am letzten Sonntag bin ich die Strecke tatsächlich in 59:17 gelaufen. Der Wahnsinn! Ich kann euch gar nicht sagen, wie sehr mich das gefreut hat. Vielen Dank für eure vielen lieben Worte, Kommentare und Nachrichten im Voraus und danach! Es freut mich total zu lesen, wie sehr ihr mit mir mitfiebert und umso mehr freut es mich, euch heute von diesem super Lauf berichten zu können, nachdem es bei der Adidas City Night für mich ja gar nicht gut lief.

Vor dem Lauf habe ich mir ziemlich viel Stress gemacht (hier gibt’s mehr dazu), Ronny hat mich dann ein paar Tage vorher wieder beruhigt (seine besten Tipps gibt’s hier). Es ging auf und ab, doch wie war der Tag? Wie lief das Rennen?

Bei meinen letzten Rennen habe ich sobald der Startschuss fiel quasi permanent auf meine Uhr gestarrt und immer war ich ein wenig zu langsam und konnte doch nicht mehr geben. Wenn ihr mich im Nachhinein danach fragen würdet – ja, ich denke schon, dass mich der Stress im Kopf auch blockiert hat.

Beim Great10k habe ich es, auf Anraten von Ronny, einmal anders probiert und mich auf mein Gefühl verlassen. Die Uhr kam nur an jedem Kilometerschild für einen Kontrollblick zum Einsatz. War gar nicht so einfach, der Blick auf die Pace zwischendurch war doch sehr verlockend. Aber bis auf ein paar zusätzliche Blicke auf den letzten beiden Kilometern habe ich tapfer durchgehalten ;p.

Nach etwa 2 Kilometern habe ich irgendwann den Pacer für die 60 Minuten überholt. Ich wollte nicht unbedingt an ihm vorbeilaufen, hatte im Voraus auch überlegt, mich anzuhängen. Da ich mich aber in dem Moment gut gefühlt habe und wusste, dass ich etwas schneller laufen kann, bin ich vorbeigezogen. Den Pacer dann knapp im Rücken, kamen in mir gleich auch Glücksgefühle und Motivation hoch.

Im Kopf habe ich mich übrigens zwischendurch immer wieder erwischt, wie ich mir gesagt habe „Du schaffst das!“. Doch ich hatte das Gefühl, dass dieser Gedanke nicht der richtige war. Denn er war verbunden mit dem Ziel, unbedingt diese 60 Minuten zu knacken. Dieses Ziel, was mir bei diversen anderen Läufen soviel Druck gemacht hat, dass ich am Ende blockiert war. Also habe ich versucht, diesen Gedanken durch einen ande

ren zu ersetzen. Nämlich mit „Du fühlst dich gut. Lauf dein Wohlfühltempo.“. Gut, Wohlfühltempo war hier natürlich nicht eine gemütliche 7er-Pace. Gemeint war schon das Renn-Wohlfühltempo. Das Tempo, was ich mit gesunder Anstrengung gut laufen kann, was mich nicht gleich zu Anfang schon kaputt macht, wie ich es so oft erlebt hatte. Und wisst ihr was? Das mag alles etwas lapidar klingen, aber es hat unheimlich gut geholfen! Der Kopf gehört eben genauso zum Rennen wie die Beine.

Als ich die 5km-Marke überquert hatte wusste ich, dass ich gerade ein gutes Rennen laufe, es mit den 60 Minuten aber knapp wird. Das war aber von Anfang an klar. Also habe ich an Ronnys Worte gedacht, einfach mein Bestes zu geben. Im Ziel wollte ich sagen können „Ich habe alles gegeben. Das war ein gutes Rennen. Es hat sich gut angefühlt.“. Und das half.

Im Laufe der zweiten Rennhälfte wurde ich schneller. An jedem Kilometerschild wusste ich, dass das eines meiner besten Rennen, wenn nicht sogar das beste bisher, wird. Das hat geholten, mich zu entspannen. Tempo ist gut und ich fühle mich gut – was will man mehr?

Auf den letzten beiden Kilometer habe ich dann, ihr ahnt es, etwas öfter auf die Uhr geguckt. Jetzt war klar, dass ich die 60 Minuten knacken kann und alle Vorsätze waren verflogen. Ich fühlte mich nach wie vor gut und wollte nun einfach nur noch laufen und den Zieleinlauf genießen.

Gesagt, getan. Mit einer offiziellen Zeit von 59:17 Minuten habe ich die Ziellinie überquert. Wow! Und wisst ihr was? Ich glaube das war einer der entspanntesten Läufe, die ich je hatte. Während der gesamten 10 Kilometer hatte ich das Gefühl, dass ich das Tempo gut laufen kann. Mein Renn-Wohlfühltempo. Sicher hat das Training der letzten Wochen und Monate dazu beigetragen. Ohne gutes und stetiges Training funktioniert es nicht, aber das ist kein Geheimnis. Was mir an diesem Tag ganz deutlich wurde: der Kopf spielt so eine wichtige Rolle. Beim nächsten Mal weiß ich: weniger Stress, freier Kopf, schnelle Beine.

Eure Paula

 

 

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